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Schnorcheln

Tauchen - Reisen


Seychellen

Schnorcheln zwischen Granitfelsen



Seychellen La Digue Anse Source d´Argent copyright Steffi Habermeier

Die Seychellen sind ein Traum, Strände, Berge, Dschungel und sehr freundliche Seychellois. Für jeden Geschmack ist etwas geboten!


Das erste Mal war ich 1998 auf den Seychellen - im Jahr des El Niño. Es regnete in Strömen, gut dass ich den Tauchschein unter Wasser machte, wo der Regen egal war :-)


Die Seychellen sind die Inseln des Granits - spektakuläre Felsformationen an Strand und im Hinterland zeichnen die Hauptinseln Mahé, La Digue und Praslin aus. Manche der Strände besitzen Außenriffe und geschützte Lagunen, so etwa die vielfotografierte Anse Source d´Argent auf La Digue, andere Strände haben felsgesäumte Ufer und sind zum Meer hin offen wie Anse Soleil und Petite Anse auf Mahé.

Anse Source d´Argent auf La Digue mit Praslin im Hintergrund

Zum Schnorcheln sind die Seychellen ganz anders als das Rote Meer oder die Malediven; es gibt wenig bunte Korallen, dafür Granitfelsen en masse. Nach dem El Niño 1998 starben fast alle Korallen, ein Jahr später erkannte ich die Welt unter Wasser nicht wieder. Mühsam kämpften sich die Korallen zurück; heute dominieren schnellwachsende Geweihkorallen; die vielen schönen Brombeerkorallen von damals sind noch nicht zurück, Weichkorallen sind selten, große Gorgonien unbekannt. Dennoch sieht man beim Schnorcheln viel Fisch. Durch die Lage der Inseln mitten im Ozean statten auch pelagische Meeresbewohner den Buchten einen Besuch ab, besonders, wenn der Strand kein schützendes Außenriff hat. Beim Tauchen - Felslandschaften überall!


Großfisch ist nicht selten - Haie, Adlerrochen, Große Barrakudas, Napoleons, Büffelkopf-Papageienfische - sie alle hab ich beim Schnorcheln schon gesehen. Auch Tintenfische, Schildkröten und Fledermausfische sind mir fast jedes Mal im Wasser begegnet.


Bei meinem ersten Seychellenurlaub goss es in Strömen, Bergflanken rutschten ab, Täler standen unter Wasser. Dennoch ließ mich die Schönheit der Seychellen nicht mehr los, und ich kehrte 7 Mal zurück - und schrieb ein Buch, den Seychellen-Krimi „Hai am Spieß“.


Inhalt: Ein paar Touristen verbringen ihren Urlaub in einem kleinen Taucherhotel auf Mahé, jeder bringt seine Befindlichkeiten und Probleme mit im Gepäck. Henning Hajen, Vorstand einer notleidenden Bank, will mit Hilfe seiner blonden Geliebten Schmiergelder auf einem Off-Shore-Konto auf den Seychellen verstecken. Kati hadert immer noch damit, dass ihr Verlobter Adrian sie für eine andere verlassen hat. Professor Adrian Goetz ist genervt von seiner neuen Lebensgefährtin Svenja und seiner neuen Patchworkfamilie. Als er Kati wiedersieht, möchte er zu Svenjas Entsetzen am liebsten zu ihr zurückkehren. Svenja ist genauso entsetzt darüber, dass Kati Adrian unterstellt, in seiner Dissertation gemogelt zu haben. In der Enge des Hotels und seiner Tauchbasis sitzen die Hotelgäste aufeinander. Ihre Konflikte werden angeheizt durch Jutta Biss, einer cleveren Journalistin, die nach Skandalen und Skandälchen sucht. Da passiert eines Nachts ein Mord - wird demnächst veröffentlicht!

Ladevorgang läuft...

La Digue Mahé

Mahé - Traumstrand mit Hochseeanschluss



Zum Schnorcheln ist jeder Strand eine ganz eigene Entdeckung. Lagunen mit Außenriffen wie Anse Royale, Traumstrände mit Zugang zum offenen Meer wie Anse Soleil, geschützte Buchten wie Port Launay und einsame Strände wie auf der Insel Thérèse Island. Beim Schnorcheln tun sich neue Welten auf - Unterwasserwelten voller Fels! Beim Tauchen erst recht. Küste und Hochsee gehen auf den Seychellen eine enge Verbindung ein; die Bewohner des offenen Meers schauen hier auch mal am Strand vorbei.


Auf den Seychellen sind Strände öffentliches Eigentum, d.h. jeder darf sie betreten - doch inzwischen sind die Zugänge zu den Stränden zunehmend in privater Hand, vor allem von exklusiven Hotels. 1999 bin ich eine halbe Stunde auf einem schmalen Fußweg über einen Hügel zur zauberhaften Petite Anse gewandert - da hatte ich den Strand für mich! Heute ist der Strand nur noch für die Gäste des Four Season Hotels zugänglich - oder per Boot.


Am liebsten schnorchle ich an der Anse Soleil, einem wunderschönen Strand im Südwesten Mahés, mit Blick auf die Berge, Morne Blanc und Morne Seychellois.

Meine Lieblingsinsel ist Mahé - unglaubliche Strände, wilde Berge, einsame Dörfer, undurch-dringlichlicher Dschungel, Granit en masse. aber auch städtisches Treiben mit buntem Markt in der Inselhauptstadt Victoria.

Seychellen Mahé Victoria copyright Steffi Habermeier Seychellen Mahé Beau Vallon Bay copyright Steffi Habermeier Seychellen Mahé Victoria copyright Steffi Habermeier

Am meisten Spaß hatte ich früh-morgens - vor dem Frühstück aus dem Bett ins Meer fallen und noch ein oder zwei Stunden an der Anse Soleil schnorcheln. Da war das Licht sensationell, die Fische hyperaktiv, und die kleinen Schwärme jagten eifrig Plankton. Für Fotografen ein Traum!

Seychellen Mahé Anse Soleil copyright Steffi Habermeier Seychellen Mahé Anse Soleil copyright Steffi Habermeier

Viel Freude hatte ich mit den Kalmaren - Tintenfische gibt es um die Seychellen in großer Zahl. Manchmal sieht man Hunderte vor der Küste! Am besten haben mir Tintenfischbabies gefallen, die sich in einem Algenteppich versteckt hielten. Der Algenteppich trieb nach einem Sturm direkt vor dem Strand. Plötzlich sah ich so eine Art Tropfen unter dem Algenteppich - kopfüber hingen die Tintenfischbabies von den Algen! Sie hatten genau denselben Farbton und waren zur besseren Tarnung gestreift. Das war 2005 - noch mit meiner Analogkamera aufgenommen… 2013 entdeckte ich an der Anse Soleil den größten Tintenfisch, den ich dort je sah - ein riesiges Kaliber! Und er warb eifrig um die kleinere Dame. Doch dann näherte sich ein Rivale, und die beiden Männchen machten so eine Art Tanz, der kleinere Rivale in dunkel über dem hellen Platzhirschen. Natürlich schob sich genau da eine Wolke vor die Sonne, und das Schicksal gönnte mir nur wolkenverhangene Fotos…

La Digue - Schnorcheln an Traumstränden



Anse Soleil frühmorgens

Blick auf Morne Seychellois

La Digue besitzt die berühmtesten Strände der Welt, allen voran Anse Source D´Argent, nur per Drahtesel und Schusters Rappen zugänglich. Doch schon der Weg ist ein Erlebnis - erst durch eine alte Kokosplantage hindurch, dann zu Fuß einen Weg zwischen malerischen Felsen hindurch den Strand entlang. Jede Minute neue Per-spektiven, man kommt aus dem Staunen über die Felsen nicht mehr raus.


Der Strand wird durch ein Außenriff geschützt, so dass selbst bei munterem Seegang keine Wellen reinbrechen. Bei unserem Urlaub auf La Digue war bei Seegang draußen eine deutliche Strö-mung in der Lagune spürbar, Sandkörner wir-belten umher, so richtig lieblich war´s nur über Wasser.

Seychellen La Digue copyright Steffi Habermeier Seychellen La Digue copyright Steffi Habermeier Seychellen La Digue copyright Steffi Habermeier

Mich hat unter Wasser Anse Sévère sehr angesprochen. Anse Sévère ist der nördlichste Strand der Westküste La Digues. Der Blick auf Praslin ist göttlich! Dafür hat der Strand kein Außenriff, und bei dem lustigen Wellengang im Mai 2013 hat´s mich schon mal mehrere Meter in den Wellen versetzt. Aber nicht nur mich, auch die Fische! Schnell hab ich gelernt, mich von den Felsspitzen fernzuhalten, die immer wieder aus dem Wasser ragen. Das Meer war voller Sandkörner, und doch konnte ich einen weißen Porcupine Rochen mit Korallenwelsen und Picassofische beim Putzen beobachten.

Über Wasser gehört Anse Sévère zu den Stränden, an denen sich einheimische Groß-familien sonntags zu Picknick, Plausch und Grillen treffen, Ghettoblaster mit  Bob Marley inklusive!

Seychellen La Digue copyright Steffi Habermeier

Markt in Victoria

Beau Vallon Bay

Big Ben

Hafen von La Digue

Auf dem Weg zur Anse Source d´Argent

Anse Source d´Argent

Anse Sévère mit Blick auf Praslin

Tauchen mit Fels und Hai

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Granitfelsen und viel Fisch, vor allem Schwärme und Großfisch - ein ganz anderes Tauchen als auf den Malediven oder in Ägypten. Landschaftstauchen, durch Tunnels unter Granitklötzen hindurch, über Plateaus hinweg, aus denen Granitberge wie Burgen und Zinnen ragen. Hier mitten im Indischen Ozean jagen Großfische über Granitplateaus und warten im Schatten von Granittürmen auf Beute.


So einen Tauchgang will ich hier beschreiben - Stalk Patch im Südwesten Mahés. Nach einigen Tagen waren wir bereits Stammkunden bei Leo Hoevers´ Tauchbasis an der Anse à la Mouche. Die Wetter- und Strömungsbedingungen im Mai waren schon aufregend, und Divemaster Grandy wollte uns vor unserer Abreise doch noch was Spektakuläres bieten - Stalk Patch! Das Boot pflügte sich durch den Wellengang, eine etwas empfindliche Mittaucherin fütterte bald die Fische, wir erreichten einen wellenumtosten Punkt weit vor Mahés Küste, gefühlt auf hoher See, und tauchten hinab. Ein gewaltiger Felssockel erhob sich aus einem Plateau auf knapp 30 Metern Tiefe. Und sofort wurden wir entdeckt und begutachtet: Grauhaie und Weißspitzenriffhaie zogen neugierig ihre Kreise um uns; ein Porcupine Ray lag am Boden, ab ging´s durch Tunnels, Langusten versteckten sich in den Felsspalten, und beim Aufstieg begleiteten uns Adlerrochen und ein sehr anhänglicher Fledermausfisch. Grandios! Danke, Leo und Grandy!

Fazit: Die Seychellen sind ein tolles Urlaubsziel! Und nicht zu vergessen - alles hier passiert langsamer - so ist auch die Riesen-schildkröte das Wappen-tier der Seychellen! Schade nur, dass man tief in den Geldbeutel greifen muss für - naja, für alles

Seychellen copyright Steffi Habermeier Seychellen copyright Steffi Habermeier

Hai am Spieß

Ein Seychellenkrimi


von Steffi Habermeier


erscheint demnächst!