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Schnorcheln

Tauchen - Reisen


Karibik/Mexiko

Einsame Karibik im Süden der Yucatan-Halbinsel



2014 wählten wir uns das idyllischste Ferienziel der Yucatan-Halbinsel, nämlich die Küste zwischen dem Sian Ka’an Biosphärenreservat und der Grenze zu Belize. Cancun liegt hier schon über 5 Autostunden entlang einer schnurgeraden Straße entfernt, den typisch amerikanischen Stil des Tourismus  (große Bettenburgen, organisiertes Entertainment in Form von Vergnügungsparks, alles überteuert) haben wir hinter uns gelassen, die Siedlungen sind kleiner und spärlicher gestreut. Auf abenteuerlichen Straßen kommen wir schließlich in unserem Hotel an, dem Mayan Beach Garden Inn in Placer, das als einziges Hotel der gesamten Küste ein Schnorchelrevier vor der Haustür hat. Besitzerin Marcia ist selbst eifrige Schnorchlerin und hat immer gute Tipps! Ein weiterer guter Tipp ist die Tauchbasis in Mahahual, die sie uns empfiehlt und mit der wir relaxte Tauchausflüge in Korallenwäldern unternehmen.

Placer - Seegraswiesen, Gorgonien und Barrakudas



Das Mayan Beach Garden Inn erfüllte all unsere Wünsche - der Bungalow direkt am Strand, Terrasse mit Hängematte und das leckerste mexikanische Essen, das man sich vorstellen kann. Das erste Highlight: Meeresfrüchtesuppe in einer heißen grünen Kokosnuss. Das zweite Highlight: Tequila-Tasting mit Fernando. Marcia und Kim, die amerikanischen Besitzer des Mayan Beach Garden Inn, kümmerten sich wunderbar um all unsere Anliegen.

Mexiko Mayan Beach Garden Inn copyright Steffi Habermeier Mexiko Mayan Beach Garden Inn copyright Steffi Habermeier Mexiko Mayan Beach Garden Inn copyright Steffi Habermeier

Unser Bungalow mit landestypischen Hängematten

Karibikstrand im Wind

Frühstück!

Vom Strand des Mayan Beach Garden kann man entweder fast eine Stunde nach Norden schnorcheln oder eine Viertelstunde den Strand entlang zum orangefarbenen Haus marschieren und von dort aus zum Riff hinausschnorcheln.


Beim ersten Schnorchelgang stellte ich mich der Strömung und schnorchelte über unendliche Seegraswiesen, bis ich endlich endlich die Korallenstöcke erreichte. Riesige Gorgonien direkt unter der Wasseroberfläche, rötlich bunt, blau-violett. Die Fische hingegen wenig artenreich, auch nicht allzu zahlreich, aber doch spektakulär:




Schiffswrack im Biosphärenreservat



Wer in der Nähe von Mahahual ist, der sollte auf jeden Fall das Biosphärenreservat Sian Ka’an zwischen Placer und Tulum besuchen. Das Mayan Beach Garden Inn ist nur wenige Kilometer vom Eingang des Reservats entfernt. Die Vogelwelt ist spektakulär - Geier, rosa Löffelreiher, Pelikane… Und es gibt ein Schiffswrack, zu dem man schnorcheln kann. Marcia erklärte uns den Weg, und wir fanden auch prompt dorthin. Nur leider hatten wir Pech mit Wellengang und Wolken. Aber allein die Pelikane auf dem Schiffswrack waren die Schnorcheltour wert!

Tipp: Tauchen in den Korallenwäldern Mahahuals



Mahahual ist eine Kleinstadt mit zwei Gesich-tern:


Solange kein Kreuzfahrtschiff vor Anker liegt, ist Mahahual ruhig, verträumt, relaxt, und man muss schon suchen, bis man eine Bar findet, die einem einen Cocktail verkaufen möchte.


Aber sobald ein Kreuzfahrtschiff angelegt hat, steppt in Mahahual der Bär. Souvenirstände schießen aus dem Boden, jedes Restaurant lauert auf Touristen, Badegäste füllen die Strandliegen. Und beide Seiten von Mahahual haben mir gefallen, das lockere, coole Robinson-Crusoe-Feeling und der fröhliche Touristentrubel.

Mexiko Mahahual copyright Steffi Habermeier Mexiko Mahahual copyright Steffi Habermeier Mexiko Mahahual copyright Steffi Habermeier

Marcia empfahl uns die Tauchbasis Doctor Dive direkt an der Strandpromenade. Aufgrund des ungewöhnlich starken Windes und des zunehmend hohen Seegangs (Ende April/Anfang Mai) wurden die Ausfahrten zunehmend spaßig, aber mit Diveguide Carlos waren wir in besten Händen. Auch als wir einmal bei hohem Seegang ohne Leiter ins Boot zurück krabbeln mussten :-)


Übrigens: Die zahlreichen Rotfeuerfische sind keine in der Karibik heimische Art. Sie wurden durch illegales Ausleeren von Aquarien in Florida in die Karibik eingeschleppt. Mangels Feinde breiten sich die Rotfeuerfische über die ganze Karibik aus. In Mexiko dürfen Rotfeuerfische von Tauchern gejagt und getötet werden. Unfälle sind allerdings nicht ausgeschlossen - Diveguide Carlos zeigte mir eine Narbe auf der Hand, in die sich ein Rückenflossenstrahl samt Gift gebohrt hatte. Carlos war zwei schmerzhafte Wochen krank gewesen…

Strand von Mahahual

Doctor Dive

Pelikan mit Kreuzfahrschiff