© Steffi Habermeier 2013-2016

Home Ägypten Bali Lombok Sulawesi Philippinen Malediven Seychellen Mexiko Italien Deutschland Kontakt

Schnorcheln

Tauchen - Reisen


Ägypten

Ägypten

Assuan Kairo

Schnorcheln

Reisen

Zum Schnorcheln ein Traum, zum Reisen ein Erlebnis









Kairo - Gize - Sakkara


Doch auch über Wasser ist Ägypten eine Reise wert. 2008 gönnte ich mir ein verlängertes Wochen-ende in Kairo - die Pyramiden und Gräberfelder des Alten Reichs sind das Beeindruckendste über-haupt. Einen Tag lang ließ mich mein Guide auf meine Bitten allein durch Sakkara streifen; ich ging von Pyramide zu Pyramide, von Grab zu Grab, bewunderte die Schlangen an der Stufenpyramide und besuchte das Grab des Beamten Ti, das schönste, das ich je sah, ein wahrer Geheimtipp, etwas ab-gelegen, klein, aber superfein. Danke, Mohammed Aziz, dass du mir das Grab des Ti gezeigt hast!




Im Roten Meer liegen die unglaublichsten Schnorchelreviere der Welt. Die geschützte Mangrove Bay südlich von El Qusir und das sensationelle Licht in Sharm el Sheikh  auf der Sinai-Halbinsel gehören zum Schönsten, was ich unter Wasser mit der Kamera festhalten durfte.


Umso tragischer für den Tourismus am Roten Meer, dass die politische Situation in Ägypten schwierig ist und man als Tourist mit Hilfe des Auswärtigen Amts das Risiko bewerten muss, dort Urlaub zu machen.


In der Hoffnung, dass Ägypten bald wieder ein unkompliziertes Reiseland ist, möchte ich hier in immerwährendem Optimismus Tipps geben für Ägypten unter und über Wasser.

Mit etwas Bakschisch verschaffte mir der Guide in Gize eine Eintrittskarte zum Inneren der Cheops-Pyramide, der größten Pyramide von Gize. Das Innere der Pyramide raubte mir den Atem, und nicht nur im übertragenen Sinn! Etwas Gewaltigeres als die steile Galerie mit ihren Granitblöcken und die Granitdecke der Grabkammer kann ich mir nicht vorstellen. Wenn mich jemand fragt, was man auf dieser Welt gesehen haben sollte, bevor man stirbt - ganz klar: Das Innere der Cheops-Pyramide. Allerdings will das Innere auch bewältigt werden - Sauerstoff ist Mangelware, Luftfeuchtigkeit und Temperatur nicht, so dass ich danach zwei Tage lang den schlimmsten Muskelkater meines Lebens hatte. Trotzdem - ein Must-see! Danach eine Wanderung hinab zum Sphinx - man könnte fast glauben, dass Peter Ustinov als Hércule Poirot noch unter dem Sphinx sitzt! „Tod auf dem Nil“, einer meiner Lieblingsfilme… Für die Dreharbeiten durfte ganz offensichtlich noch die kleinste Pyramide, die des Mykerinos, bestiegen werden…

Sakkara Ägypten Stufenpyramide copyright Steffi Habermeier Sakkara Ägypten Stufenpyramide copyright Steffi Habermeier Pyramiden Gize Ägypten copyright Steffi Habermeier Sphinx Gize Ägypten copyright Steffi Habermeier

Assuan - Herz von „Tod auf dem Nil“


2010 machten wir die klassische Nilkreuzfahrt von Luxor nach Assuan. Damals war Ägypten noch politisch friedlich, und die Touristenzahlen erreichten ihren Höhepunkt. In einem Konvoi von mindestens 50 Schiffen fuhren wir das malerische Niltal entlang, immer eine Wolke Schwerölabgase über uns.

Und überall Spuren von „Tod auf dem Nil“! Das berühmte Katarakt Hotel, in dem Agatha Christie ihren Krimi schrieb und in dem sie Teile ihre Handlung ansiedelte, die „Sudan“, die jetzt ausrangiert vor Anker liegt und die im Film „Karnak“ hieß, der Katarakt, in dem das Kreuzfahrtschiff vor und zurück fährt (wenn man genau aufpasst), Abu Simbel, das im Film wie die Memnon Kolosse im Wind singt (weder Abu Simbel noch die Memnon Kolosse tun dies heute noch), und Kom Ombo, wenige Bootsstunden von Assuan entfernt, wirkt ebenfalls mit. Auch die gewaltige Säulenhalle des Tempels von Karnak in Luxor war mit von der Partie, ebenso die Allee von Widdersphinxen dort. Auch der Hatschepsut-Tempel kam vor. In der Verfilmung von „Tod auf dem Nil“ wird das südliche Ägypten malerisch in Szene gesetzt!

Nilkreuzfahrt Ägypten copyright Steffi Habermeier Nilkreuzfahrt Ägypten copyright Steffi Habermeier

An Assuan hatten wir keine hohen Erwartungen, aber weit gefehlt - Assuan entpuppte sich als wahres Juwel, das Highlight der Reise! Wir fuhren mit dem Boot durch den ersten Katarakt, flanierten durch den botanischen Garten auf Kitchener Island, besuchten ein nubisches Dorf, in dem man Nilkrokodilbabies streicheln konnte, und ritten den Nil entlang auf Kamelen. Natürlich besuchten wir auch den Suk, wanderten auf dem Assuan Staudamm und fuhren auf die Insel Philae. Am Beeindruckendsten war unser Ausflug zu den Gräbern des Mittleren Reiches am Westufer gegenüber Assuan - mehr dazu weiter unten. Nur den berühmten Obelisken, der noch im Steinbruch auf seinen Abtransport wartet, haben wir nicht gesehen. Ein Grund mehr, um Assuan nochmals einen Besuch abzustatten!

Zauberhaftes Assuan

Auf den Spuren von „Tod auf dem Nil“



Die Gräber des Mittleren Reiches

Gegenüber von Assuan erhebt sich ein wüstenhafter Hügel hoch über den Nil. Oben erkennt man Bauwerke, und zwei schnurgerade Rampen führen hinab zum Fluss. Unser Führer arrangierte eine Überfahrt, und wir erkundeten allein den Hügel. Etwas zauberhafteres und einsameres hätten wir uns in Assuan nicht wünschen können! Wir hatten sensationelle Aussicht auf Assuan, Kitchener Island, den Nil bis zum Staudamm, auf das Simeonskloster und das Mausoleum des Aga Khan.


Am Beeindruckendsten war jedoch die Wüste selbst. Spuren von Schlangen, seltsam im Wind geformte Sandhügel, rote Klippen…


Wir besuchten noch die Gräber, die unter uns in den Berg geschlagen sind, und bestaunten die Rampen, über die Sarkophage vom Nil nach oben zu den Grabkammern gezogen wurden. Ein selbsternannter Touristenführer zeigte uns im Gefolge einer anderen Touristenführung zwei der Gräber und erzählte uns wilde Geschichten in schaurigem Englisch über einen Adligen namens Harkhuf, der bis weit nach Afrika reiste und einen Zwerg mitbrachte. Wir zweifelten etwas an dem Wahrheitsgehalt der Geschichte, erfreuten uns jedoch an dem Verve, mit dem sie vorgetragen wurde. Erst später stießen wir im Reiseführer auf genau jene Geschichte!

Mangrove Bay Sharm el Sheikh Mangrove Bay Sharm el Sheikh
Mangrove Bay Sharm el Sheikh

Blick über Assuan und den ersten Katarakt